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Vorsorge oder Betreuung ?

Über die Hälfte aller in Deutschland unter Betreuung stehenden Personen sind 60 Jahre und älter. Die statistische Kurve der jährlich neu durch die Vormundschafts- bzw. Betreuungsgerichte angeordneten rechtlichen Betreuungen steigt ab einem Lebensalter von 75 steil an, insbesondere bei Frauen. Im Falle von zunehmender Demenz oder nach plötzlichen, massiven Gesundheitseinschränkungen, die auch eine Einschränkung von Willensbildung und -äußerung oder der Bewegungsmöglichkeiten nach sich ziehen, gibt es nach deutschem Recht keine automatische gesetzliche Vertretungsbefugnis etwa eines Verwandten, des Ehegatten oder einer Vertrauensperson wie etwa bei der gesetzlichen Vertretung eines minderjährigen Kindes durch die Eltern. Eine solche gesetzliche Vertretung wird dann von den Betreuungsgerichten in Form einer rechtlichen Betreuung angeordnet.

Zwar wird in der Regel einer der nächsten Verwandten zum Betreuer bestellt, wenn dies dem Willen des Betroffenen entspricht, insbesondere, wenn er dies in einer sog. Betreuungsverfügung niedergelegt hat; dies ist aber nicht zwingend.

Wenn im „Fall der Fälle“, nach plötzlichem Schlaganfall oder nach einer komplizierten Operation, die Geschäfts- und Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt ist, entscheidet also für Sie unter Umständen ein völlig Unbekannter, der oft auch keinerlei Kenntnisse von Ihren individuellen Vorstellungen oder persönlichen Präferenzen hat. Woher auch? Das gesetzliche Betreuungsrecht bietet daher in diesen Fällen nur eine unzureichende Hilfe und ist dann quasi als „Notlösung“ konzipiert, falls der Betroffene keinen Betreuer benennt und auch rechtzeitig keine Vorsorgevollmachten erteilt hat – oft ohne Berücksichtigung der wirklichen Interessen der betroffenen Personen.

Eine dies vermeidende, individuelle Vorsorgeregelung umfasst in der Regel eine Vermögensvollmacht, eine Vollmacht in persönlichen Angelegenheiten, eine Betreuungs- und eine Patientenverfügung. Besteht eine solche Vorsorgeregelung, muss das Gericht von der Anordnung einer Betreuung absehen. Eine umfassende Vorsorgeregelung wird typischerweise nur selten richtig umfassend und rechtzeitig getroffen – oft auch aus Mangel an vertrauensvollen Ansprechpartnern. Es gibt nämlich viele Senioren, die niemanden haben, den sie als Bevollmächtigen benennen könnten. Sie wollen auch ihre Freunde und Verwandte nicht mit dieser anspruchsvollen, zeitintensiven Aufgabe beschweren. Vielfach bringen sie diesen auch nicht genügend Vertrauen entgegen, oder sie befürchten Streit.

Wenn das Betreuungsgericht einen rechtlichen Betreuer bestellt, ist es oft zu spät, um auf dessen Auswahl noch maßgeblichen Einfluss zu nehmen, insbesondere, wenn der Betroffene sich hierzu nicht mehr verständig äußern kann. Steht niemand aus der näheren Verwandtschaft zur Verfügung oder wird diese Person abgelehnt, ist die zum Betreuer bestellte Person dem Betreuten oft unbekannt. Wünsche und persönlichen Vorstellungen über ein selbst bestimmtes Leben im Alter müssen aber besprochen und gestaltet werden: Dies ist nur möglich, wenn der Betreuer diese kennt oder wenn sie mittels eines individuellen Vorsorgevertrages zwischen dem Betroffenen und dem Bevollmächtigen bereits rechtzeitig festgelegt wurden, beispielsweise Details für die Vermögensverwaltung, die Pflege des Betroffenen in häuslicher Umgebung, seine etwaige Heimunterbringung oder seine individuelle ärztliche Behandlung.

Hier bietet sich die Deutsche Nachlass an, als Vorsorgebevollmächtigter tätig zu werden. Auf der Grundlage eines Vorsorgevertrags, der alle Rechte und Pflichten der Deutschen Nachlass klar und eindeutig regelt, wird sie für den Vollmachtgeber tätig und übernimmt die Pflichten eines Bevollmächtigten. So erhält diese/dieser eine umfassende, kompetente und vor allem unabhängige Betreuung in allen Vermögensangelegenheiten und persönlichen Angelegenheiten. Der Vorsorgevertrag wird gemeinsam ausführlich besprochen und ermöglicht den Erhalt der Handlungsfähigkeit im Alter.

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